Steve Jobs – Er starb für uns am iPad

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Viele Nachrufe haben derezeit fast religiösen Charakter, so wie es manchen Apple-Usern nachgesagt wird und ähneln Huldigungen an einen Heiligen. Dabei präsentiert Apple mit seinen Produkten ja nun die blankste Form des Kapitalismus. Ob Copyright- und Patentwahn in den letzten Monaten und Jahren oder die Obsoleszenz ihrer Produkte, überall geht es um Abhängigkeiten der Verbraucher. Bis hin zur Kontrolle des Zeitschriftenmarktes als auch das gerichtliche Vorgehen gegen nichtautorisierte Berichterstattung von Bloggern, zeigt Apple auf wie man die Regeln des Marktes auch im Internet durchsetzen will.

Derzeit stehen zig tausende Menschen auf den Straßen und demonstrieren unter anderem gegen diesen Gewinnmaximierungswahn und fordern mehr Teilnahme und Teilhabe an dieser Welt. Von dieser Seite her verhält man sich sehr gegensätzlich, wenn man dieser Person noch positive Worte hinterherwirft und ihn als Visionär bezeichnet.

Wer davon nicht genug hat, kann sich statt des Kreuzes ja nun den iPod Nano mit seinem Heiland als Kette oder Brosche tragen.

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Ein Kommentar zu Steve Jobs – Er starb für uns am iPad

  1. Muriel sagt:

    Damit auch mal ein Vertreter der anderen Seite zu Wort kommt: Ich bin nachdrücklich für mehr Gewinnmaximierung und weniger Teilhabe und stehe Jobs‘ Tod trotzdem weitgehend gleichgültig gegenüber.
    Einen Vorzug vor dem anderen Heiland hat er allerdings in meinen Augen: Jobs hat den Anstand, tot zu bleiben, nachdem er für unsere Sünden gestorben ist.

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