DSDS knallt nicht mehr – verkaufen wir eben Kids

Von RTL ist ja nicht mehr so viel zu erwarten was das Programm und deren Inhalte angeht. Da DSDS sich über die Jahre so ziemlich “abgelutscht” hat, versucht man im gleichen Rahmen nun Kids auf die Bühne zu stellen.

Auch wenn man die Songtexte versucht umzuschreiben und für Elfjährige aus “really nice sex“ „really nice kids“ gemacht wird, kommen die Macher von DSDS Kids nicht dahin den Inhalt altersgerecht und in Würde eines Kindes zu gestalten. rampensauStattdessen wird mit Floskeln von einer Achtjährigen, wie „Ich bin eine Rampensau“ versucht es locker und flockig aussehen zu lassen. Weder wissen die Kids im Kontext des Programms was sie sagen noch was sie tun und genau darauf kommt es den Machern ja an. Schräges, Bizarres und Hingucker werden gesucht, es geht ja schließlich um Einschaltquoten.

Regener versus Bohlen

Mit der Konservierung von Kunst durch Technologie begann eine unverhältnismäßige Verschiebung. Eine neue Technologie schiebt Kunst und Künstler nun nach mehr als über 40 Jahren wieder dorthin, woher sie einmal kamen. Ein Mancher wehrt sich, wenn er die Zeichen der Zeit nicht versteht und es vor allem in seiner Komplexität nicht einzuordnen begreift. Viele Worte sind in den letzten Tagen um Regeners Rant gemacht worden. Ich mache dies zur Abwechslung mal mit Bild und Ton.

 

von Westerwelle, Geist und Eigentum

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sprach sich bei der Eröffnungsfeier für verbindliche Regeln zum Schutz von über das Internet beziehbaren Büchern und von Musik aus: “Geistiges Eigentum darf nicht schlechter gestellt werden als dingliches Eigentum.” Digitalisierte Inhalte bedürften desselben Schutzes wie Werke in Buchhandlungen und Bibliotheken: “Wer den Geist nicht schützt, verliert ihn.”  http://www.rp-online.de/kultur/Frankfurter-Buchmesse-hat-begonnen_aid_914793.html

Wer seinen Geist nicht teilt, verliert ihn. Aber diese Ansicht kann man Herrn Westerwelle und anderen Gleichgeistern nicht zum Vorwurf machen, diese haben ihren Geist beim privatisieren des Denkens wohl schon verloren.  Wie er richtig sagt aber falsch meint, bedürfen digitale Inhalte den selben Schutz wie in Bibliotheken und diese sind bekanntlich jedem zugänglich und kostenfrei. Bildung und Information für alle, aus diesem Gedankengut sind Bibliotheken und Archive entstanden. Da diese nun nur noch  einen Klick entfernt sind, soll sich diese Sichtweise ändern? Warum?