Und plötzlich bist du Blind – Radeln für Vorsorge

  Eins von 18 000 Kindern wird im Schnitt mit Retinoblastom, einem der häufigsten Augentumore geboren. Zu den Standartuntersuchungen bei Kindern gehört das Erkennen von dem so genannten Augenkrebs nicht. Dabei könnte könnte das Auge bei bis zu 95% aller Erkrankungen gerettet werde. Diese tritt beim Menschen bis zum 5 Lebensjahr auf. Die Kinderaugenkrebsstiftung engagiert…

Export der Abscheu

Seit einigen Wochen flimmert die Doku-Soap “Villa Germania – Forever Young” bei RTL2 über den Äther. Dort heißt es:

Was für viele hierzulande ein Traum bleibt, ist für sie wahr geworden. Die Bewohner der thailändischen „Villa Germania“ führen fernab grauer Tristesse ein Leben bei Sonnenschein.

Dass Doku-Soaps gescriptet sind, dürfte mittlerweile den Meisten klar sein. Aber auch das macht es nicht besser, was RTL2 hier von sich gibt. Menschenverachtung, Fremdenhass und das Ausnutzen der Armut der Bevölkerung dieses Landes wird hier verpackt mit zwei alten Männern, welche ihren Lebensraum seit Jahren nach Thailand verlegt haben. Mit pseudoinformativen Inhalten wie Kultur und Essen der Einheimischen und vermeintlichen knuffigen und spritzigen Kommentaren der angehenden Rentner, wird versucht eine Sympathie für deren Handeln und Wirken herzustellen.

DSDS knallt nicht mehr – verkaufen wir eben Kids

Von RTL ist ja nicht mehr so viel zu erwarten was das Programm und deren Inhalte angeht. Da DSDS sich über die Jahre so ziemlich “abgelutscht” hat, versucht man im gleichen Rahmen nun Kids auf die Bühne zu stellen.

Auch wenn man die Songtexte versucht umzuschreiben und für Elfjährige aus “really nice sex“ „really nice kids“ gemacht wird, kommen die Macher von DSDS Kids nicht dahin den Inhalt altersgerecht und in Würde eines Kindes zu gestalten. rampensauStattdessen wird mit Floskeln von einer Achtjährigen, wie „Ich bin eine Rampensau“ versucht es locker und flockig aussehen zu lassen. Weder wissen die Kids im Kontext des Programms was sie sagen noch was sie tun und genau darauf kommt es den Machern ja an. Schräges, Bizarres und Hingucker werden gesucht, es geht ja schließlich um Einschaltquoten.

Regener versus Bohlen

Mit der Konservierung von Kunst durch Technologie begann eine unverhältnismäßige Verschiebung. Eine neue Technologie schiebt Kunst und Künstler nun nach mehr als über 40 Jahren wieder dorthin, woher sie einmal kamen. Ein Mancher wehrt sich, wenn er die Zeichen der Zeit nicht versteht und es vor allem in seiner Komplexität nicht einzuordnen begreift. Viele Worte sind in den letzten Tagen um Regeners Rant gemacht worden. Ich mache dies zur Abwechslung mal mit Bild und Ton.

 

Kindergarten Rauschendorf – Elternbeirat versus Mittelalter

Nach einer Abstimmung des Königswinterer Jugendhilfeausschusses verliert die katholische Kirche die Trägerschaft des Kindergartens in Rauschendorf.  Letztendlich war der Auslöser eine Kündigung der Kindergartenleiterin Bernadette Knecht von Seiten der Kirche. Diese hatte sich von ihrem Mann getrennt und für einen neuen Lebenspartner entschieden.

Der Widerspruch, welcher schon im Artikel 3(3) und 4(2) des Grundgesetzes zu finden ist, ist an keiner Stelle kontraststärker zu finden, wie bei den Einrichtungen der Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechtes. Tagtäglich liest man nun religiöser Diskriminierung am Arbeitsplatz.

Die Politik befasst sich gerade in diesen Tagen verstärkt mit dem Thema der Frauenquote und versucht dem Sinn und Begriff von Gleichstellung mehr Gewicht zu verleihen. Was nützt also nun diese ganze Diskussion darüber, wenn es einigen Gruppen in unserem Land erlaubt ist nach eigenem Ermessen diese allgemein geltenden Gesetze zu umgehen. Und wie groß kann der Widerspruch in einem Staat sein, wenn er dieses dann sogar noch weitgehend finanziell unterstützt.

Weil Bund, Land und Gemeinde mit den Trägerschaften von öffentlichen Einrichtungen eher eine finanzielle Win-Win Beziehung eingehen, ist es kaum möglich unter moralischen und ethischen Gesichtspunkten auch nur irgendetwas dahingehend aufzubrechen. So obliegt es wohl nur dem persönlichem Engagement der Eltern, wie in diesem Fall in Königswinter, hier überhaupt noch etwas Menschliches umzusetzen. Die Umstände werden viel klarer, wenn man die Zustände, die dort herrschen einmal genauer betrachtet.

Hierzu dieser Bürgerantrag des Elternbeirates an den Bürgermeister, welcher zur Abstimmung des Jugendhilfeausschusses überhaupt erst führte: