DSDS knallt nicht mehr – verkaufen wir eben Kids

Von RTL ist ja nicht mehr so viel zu erwarten was das Programm und deren Inhalte angeht. Da DSDS sich über die Jahre so ziemlich “abgelutscht” hat, versucht man im gleichen Rahmen nun Kids auf die Bühne zu stellen.

Auch wenn man die Songtexte versucht umzuschreiben und für Elfjährige aus “really nice sex“ „really nice kids“ gemacht wird, kommen die Macher von DSDS Kids nicht dahin den Inhalt altersgerecht und in Würde eines Kindes zu gestalten. rampensauStattdessen wird mit Floskeln von einer Achtjährigen, wie „Ich bin eine Rampensau“ versucht es locker und flockig aussehen zu lassen. Weder wissen die Kids im Kontext des Programms was sie sagen noch was sie tun und genau darauf kommt es den Machern ja an. Schräges, Bizarres und Hingucker werden gesucht, es geht ja schließlich um Einschaltquoten.

Kindergarten Rauschendorf – Elternbeirat versus Mittelalter

Nach einer Abstimmung des Königswinterer Jugendhilfeausschusses verliert die katholische Kirche die Trägerschaft des Kindergartens in Rauschendorf.  Letztendlich war der Auslöser eine Kündigung der Kindergartenleiterin Bernadette Knecht von Seiten der Kirche. Diese hatte sich von ihrem Mann getrennt und für einen neuen Lebenspartner entschieden.

Der Widerspruch, welcher schon im Artikel 3(3) und 4(2) des Grundgesetzes zu finden ist, ist an keiner Stelle kontraststärker zu finden, wie bei den Einrichtungen der Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechtes. Tagtäglich liest man nun religiöser Diskriminierung am Arbeitsplatz.

Die Politik befasst sich gerade in diesen Tagen verstärkt mit dem Thema der Frauenquote und versucht dem Sinn und Begriff von Gleichstellung mehr Gewicht zu verleihen. Was nützt also nun diese ganze Diskussion darüber, wenn es einigen Gruppen in unserem Land erlaubt ist nach eigenem Ermessen diese allgemein geltenden Gesetze zu umgehen. Und wie groß kann der Widerspruch in einem Staat sein, wenn er dieses dann sogar noch weitgehend finanziell unterstützt.

Weil Bund, Land und Gemeinde mit den Trägerschaften von öffentlichen Einrichtungen eher eine finanzielle Win-Win Beziehung eingehen, ist es kaum möglich unter moralischen und ethischen Gesichtspunkten auch nur irgendetwas dahingehend aufzubrechen. So obliegt es wohl nur dem persönlichem Engagement der Eltern, wie in diesem Fall in Königswinter, hier überhaupt noch etwas Menschliches umzusetzen. Die Umstände werden viel klarer, wenn man die Zustände, die dort herrschen einmal genauer betrachtet.

Hierzu dieser Bürgerantrag des Elternbeirates an den Bürgermeister, welcher zur Abstimmung des Jugendhilfeausschusses überhaupt erst führte:

Georg Schramm ist Georg Schramm ist Georg Schramm

Georg Schramm sollte in die Politik gehen, möchte man meinen und ich meine bloß nicht. Dort geht er eher kaputt unter den Strukturen die da herrschen. Besser er bleibt bei den Gegenbewegungen, die derzeit wie Pilze aus dem Boden schießen, denn was er da spielt, ist gar nicht gespielt, sondern sein purer ernst, der in ihm brodelt.

In einem Interview im Kleintheater Luzern, fasste er für die Gruppe “We are Change” mal folgendes zusammen: 

 

Der Schockwellenreiter – “er hat Jehova gesagt”

Jörg Kantel, der Betreiber des Blogs Schockwellenreiter, hat in einem Artikel die katholische Kirche als “Kinderficker-Sekte” bezeichnet. Dafür gab es nun von der Berliner Staatsanwaltschaft eine Anklage. Diese Bezieht sich auf den § 166 StGB, hier heißt es:

Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen

(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

Mit diesem Paragraphen müssten eigentlich einige Blätter dicht machen, aber das ist eine andere Baustelle. Nicht nur das damit das Recht auf freie Meinungsäußerung gekreuzigt wird, die Frage ist, wo findet sich Ähnliches und wie wurde damit umgegangen.