2 Kommentare

  • Silvia sagt:

    Also wundern tut mich das Verhalten der Journalisten und Medien definitiv nicht. Was die Journalisten betrifft – die denken erst mal an das Copyright z.B von Fotos – ob frei oder angestellt – damit verdienen sie ihr Geld. Beim Text ist es genau so. Die freien Journalisten könnten ihre Texte dann nur ein mal verkaufen und hätten echt ein Problem – von daher – können die das gar nicht gut finden. Auch wenn sie sich darum bemühen – neutral zu sein – denke hier ist das schon recht schwer.

    Sie zählen als Publizisten z.B. im Bereich der Versicherung mit zu den Künstlern auch insofern, dass viele Mitglied der Künstlersozialkasse sind – die die Hälfte der Kranken- und Rentenversicherung bezahlt. Da nicht in einen Interessenskonflikt zu kommen – währe eine Meisterleistung.

    Nun zu den Medienhäusern selbst – seit dem das Internet – egal ob nun über socialmedia oder direkt – immer mehr – vor allem die jüngeren Zielgruppem lockt – müssen die klassischen Medien – Reichweiteneinbußen hinnehmen.

    Das trifft sie in vielerlei Form und manchmal auch sehr hart. Im Regelfall wird nach TKP (Tausenderkontaktpreis) bezahlt.

    Verliert ein Medium also z.B. 50.000 Leser/Hörer/Zuschauer – so kassiert er bei ALLEN Kunden 50 x weniger den TKP

    Z.B. eine Anzeige kostet 10.000 Euro z.B. (1 Seite- Zeitung)

    Reichweite bisher 250.000 – TKP 40 €
    minus 50.000 Reichweite
    also RW 200.000 x 40 € = 8000 €

    bedeutet bei gleichbleibendem TKP ein Verlust von 2000 €

    Das währe das Beispiel für eine Regionalzeitung – Bundesweite Medien haben ganz andere Auflagen – lässt sich dann aber nicht so anschaulich darstellen.

    Also 20% weniger Umsatz entsprechen dem oberen Beispiel.

    Bleibt man bei der Regionalzeitung und geht von einem bisherigen Jahresumsatz von 2,5 Mio. Euro aus – einfach auch weil sich das jetzt so schön rechen lässt – verliert diese Zeitung im Jahr 500.000 €.
    (Hat aber gleich viel Angestellte und Kosten)

    Bei einem Sender wie z.B. RTL oder auch der Bildzeitung und wie sie alle heißen – möchte ich das lieber erst gar nicht ausrechnen.

    Im Klartext – daran dass sie Reichweite ans Internet verlieren – können sie nichts machen – außer selbst den Markt erschließen.

    Jetzt sollen auch noch ihre Texte Bilder usw. gratis genutzt werden – hm… glaube leuchtet jedem ein, dass die daran kein Interesse haben.

    Selbst wenn ein Journalist trotzdem versuchen würde manches andere richtig zu stellen – würde kein Medienhaus diesen Text haben wollen – wozu soll er ihn dann schreiben?

    Er muss ja auch Geld verdienen.

    Also ich glaube – da muss eine Lösung her – die für alle Akzeptabel ist – dann findet man auch bei den klassischen Medien eher Gehör.

    Ich selbst betreibe einen Blog im Nachrichtenformat – komme aber als Profi aus der Medienbranche. Ich halte das so –
    Bilder oder Text – mache ich selbst – suche z.B. nach gratis Bildern oder – ich frage einfach!!!

    So hat mir zum Beispiel der Tagesspiegel mal ein Bild gegeben – einfach so! Im Gegenzug habe ich im Artikel zu denen verlinkt – fertig.

    Nun besteht Copyright und Urheberrecht nicht nur aus diesem Bereich – aber genau dieser Bereich ist enorm wichtig für die Medien – so lange der Part nicht geklärt ist, braucht man sich über deren Haltung nicht zu wundern. Sie sehen sich in ihrer Existenz bedroht.

    Natürlich würden die das so nie sagen – schließlich gelten sie als neutrale Berichterstatter – aber wer Zweifel hat, kann sich mal die Marktentwicklung der Reichweitenverschiebungen der verschiedenen Werbeträger (Medienformen) in den letzten 10 Jahren ansehen – da braucht man dann nicht mal auszurechnen – so deutlich sind die Zahlen.

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