Wenn der Stern klaut oder “Mein Kopf gehört mir und deiner auch”

Zeitungen wollen auch jeden Tag vollgeschrieben werden. So auch beim Stern. Und weil nicht jeden Tag was tolles passiert und andere auch schon ausgiebig über Themen schreiben, was eignet sich da besser als bei Bloggern mal wieder rumzuschnüffeln. So ähnlich dachte sich das Christoph Fröhlich wohl auch und legt mit seinem Beitrag am 26. Juni…

Wenn BILD klaut oder “Mein Kopf gehört mir und deiner auch”

Anfang Juli tobte diese Collage auf Facebook herum

255508_3574733759995_655847768_n (1)

In den Kommentaren antwortete Christoph Keese, der Konzerngeschäftsführers Public Affairs der Axel Springer AG, dann folgendes, was als Feedback ich in dieser Collage zusammengestellt und wieder in den Äther geblasen hatte.

bild mit kommentar von CK

Das der Adenauer-Speech “Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern” auch in ihm zu stecken scheint, dürfte klar sein. Bei der Aktion “Mein Kopf Gehört mir” hat sich auch Christopher Keese mit vielen Anderen weit aus dem Fenster gelehnt und das so wertvolle Urheberrecht verteidigt.

Mein Kopf gehört mir  Dieter Hahn, Dietmar Kawohl, Christoph Keese, Michael Konken, Antje Kunstmann - Kommentare - Meinung - Handelsblatt-190314

Wie ernst es die Medien nehmen, fällt immer wieder auf wenn sie in den Pool der sozialen Netzwerke greifen, was nicht wenig oft passiert. So z.B. am 3. Juli bei Friedmann Weise auf Facebook. am 29. Juni fand seine Bildmontage sehr großen Anklang, Tage später bedient sich die BILD.

von Westerwelle, Geist und Eigentum

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sprach sich bei der Eröffnungsfeier für verbindliche Regeln zum Schutz von über das Internet beziehbaren Büchern und von Musik aus: “Geistiges Eigentum darf nicht schlechter gestellt werden als dingliches Eigentum.” Digitalisierte Inhalte bedürften desselben Schutzes wie Werke in Buchhandlungen und Bibliotheken: “Wer den Geist nicht schützt, verliert ihn.”  http://www.rp-online.de/kultur/Frankfurter-Buchmesse-hat-begonnen_aid_914793.html

Wer seinen Geist nicht teilt, verliert ihn. Aber diese Ansicht kann man Herrn Westerwelle und anderen Gleichgeistern nicht zum Vorwurf machen, diese haben ihren Geist beim privatisieren des Denkens wohl schon verloren.  Wie er richtig sagt aber falsch meint, bedürfen digitale Inhalte den selben Schutz wie in Bibliotheken und diese sind bekanntlich jedem zugänglich und kostenfrei. Bildung und Information für alle, aus diesem Gedankengut sind Bibliotheken und Archive entstanden. Da diese nun nur noch  einen Klick entfernt sind, soll sich diese Sichtweise ändern? Warum?