Bruno Mars gratuliert und für die Prinzen ist eben alles nur geklaut

Vielen Dank an Christian Sickendieck für diesen Kommentar auf Google Plus 

Skandalöse Urheberrechtsverletzung

Wir kennen die Debatte um das Urheberrecht in unserem Land. Der unsägliche Tobias Künzel, Sänger der Prinzen, hat in einer TV-Sendung gesagt, er hätte etwas dagegen, wenn Eltern ihre Kids beim Tanzen zu einem Song der Prinzen filmen und das Video auf YouTube einstellen, schließlich würde es sein Urheberecht, sein geistiges Eigentum betreffen, er möchte die Kontrolle behalten.

In den USA gab es nun so eine skandalöse Urheberrechtsverletzung: Isaac Lamb hat seiner Freundin einen Heiratsantrag zum Song „Marry You“ Von Bruno Mars gemacht. Das Video wurde mittlerweile über 8 Mio. angeklickt und ist wohl neben dem bekannten „JK Wedding Entrance Dance“ (http://lallus.net/922) eines der tollsten Videos auf YouTube überhaupt. Noch können wir uns diesen wunderbaren Heiratsantrag anschauen – der Wedding Dance wurde mittlerweile für uns Nutzer aus Deutschland gesperrt.

Regener versus Bohlen

Mit der Konservierung von Kunst durch Technologie begann eine unverhältnismäßige Verschiebung. Eine neue Technologie schiebt Kunst und Künstler nun nach mehr als über 40 Jahren wieder dorthin, woher sie einmal kamen. Ein Mancher wehrt sich, wenn er die Zeichen der Zeit nicht versteht und es vor allem in seiner Komplexität nicht einzuordnen begreift. Viele Worte sind in den letzten Tagen um Regeners Rant gemacht worden. Ich mache dies zur Abwechslung mal mit Bild und Ton.

 

von Westerwelle, Geist und Eigentum

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sprach sich bei der Eröffnungsfeier für verbindliche Regeln zum Schutz von über das Internet beziehbaren Büchern und von Musik aus: “Geistiges Eigentum darf nicht schlechter gestellt werden als dingliches Eigentum.” Digitalisierte Inhalte bedürften desselben Schutzes wie Werke in Buchhandlungen und Bibliotheken: “Wer den Geist nicht schützt, verliert ihn.”  http://www.rp-online.de/kultur/Frankfurter-Buchmesse-hat-begonnen_aid_914793.html

Wer seinen Geist nicht teilt, verliert ihn. Aber diese Ansicht kann man Herrn Westerwelle und anderen Gleichgeistern nicht zum Vorwurf machen, diese haben ihren Geist beim privatisieren des Denkens wohl schon verloren.  Wie er richtig sagt aber falsch meint, bedürfen digitale Inhalte den selben Schutz wie in Bibliotheken und diese sind bekanntlich jedem zugänglich und kostenfrei. Bildung und Information für alle, aus diesem Gedankengut sind Bibliotheken und Archive entstanden. Da diese nun nur noch  einen Klick entfernt sind, soll sich diese Sichtweise ändern? Warum?