Misereor – Die katholische Nase ist unanfassbar

2
Jan

Misereor – Die katholische Nase ist unanfassbar

 

Das katholische Entwicklungshilfswerk MISEREOR wirbt immer wieder mit seiner “Mut ist,” Kampagne. In den letzten Tagen nun ist mir dieses Riesenplakat aufgefallen und die Nachricht darauf ist für mich völlig unverständlich. Wenn dieser Verein sich für diese Inhalte stark machen möchte, warum verhält er sich nicht im eigenen Haus so? 

misereor_sudan

 

Nicht nur das in den letzten Jahren die sexuellen Missbräuche in der katholischen Kirche mit Salamitaktik aufgeklärt wurden, die Täter im eigenem Hause seit eh und je geschützt werden und die Stellungnahmen vom Kirchenoberhaupt an keiner Stelle für die Opfer befriedigend waren, nein sie werden auch noch über den Verhandlungstisch gezogen und zum Schweigen verdonnert.

Mit dem Geld, erklärt einer, “können wir nicht einmal die Anwälte bezahlen, die nötig wären, um die Wahrheit vor Gericht durchzukämpfen”. spiegel

Skandal-Aufarbeitung  Missbrauchsopfern droht der Maulkorb - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama-022720

 

Damit wirkt eine solche Kampagne wohl eher unglaubwürdig und zynisch, wenn man sich dann dabei noch als Helfer in der Not versteht. Wer sucht denn beim Täter Schutz, mag man meinen und so scheint eine Beratungsstelle der katholischen Kirche für Missbrauchsopfer mit einer dürftigen Telefonzeit doch eher nach Makulatur auszusehen, als nach einer wirkliche Hilfe.

Sexueller Missbrauch von Kindern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten-015358

An die eigene Nase mag man sich nicht fassen und vom Aufarbeiten und verändern erfährt man ebenso wenig. Vielleicht würde es schon sehr viel bringen, wenn man die eigenen Straftaten unterbinden würde. Somit bescheinigt sich die katholische Kirche mit diesem Slogan selbst keinen Mut zu haben.

Einen guten Einblick und eine reichhaltige Sammlung der Verbrechen der katholischen Kirche, kann man unter http://verbrechendesvatikans.blogspot.com/ finden. 

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Comments ( 2 )
  • Sebastian C. says:

    Hallo waschtrommel,

    Ich glaube bei deinen Anschuldigungen vergisst du eines: Misereor ist zwar eine Organisation, die aus verschiedenen, christlichen Gruppierungen hervorgegangen ist und auch in ihren Grundsätzen ihrer katholische Weltanschauung treu bleibt, trotzdem darfst du nicht vergessen, dass Misereor nur eine Sache mit der katholischen Kirche verbindet: Das Geld. Misereor bekommt jährlich einen bestimmten Millionenbetrag der sich aus der Kirchensteuer und dem Inhalt des “Klingelbeutels” zusammensetzt. Allerdings stammen nur 20% aller Einnahmen von Misereor auch von der katholischen Kirche. Der Rest wird durch Spenden (knapp 20%) und vom Deutschen Staat (knapp 60%) getragen.

    1. Soll Misereor in die Hand beißen, die Sie füttert? Sie werden es sich wohl kaum erlauben einen großen Geldgeber zu verärgern. Außerdem, wenn es dir ums Geld geht, dann ist Misereor zu einem fünftel(!) in Kirchenhand, zu drei fünfteln aber staatlicher Natur …

    2. Misereor ist eine Organisation die gegründet wurde, um soziale Projekte im Ausland zu unterstützen. Es geht darum, nachhaltige Entwicklungshilfe in der Dritten Welt zu leisten, nicht einem Skandal im Inland hinterherzujagen.

    3. Wenn es dir darum geht, dass Misereor von der Kirche unterstützt wird und diese genau die Verbrechen begeht, die Misereor in anderen Ländern anprangert, muss dann Misereor auch unsere Politiker absetzen, weil Sie genau so unfähig sind wie in manchem Schwellen- oder Entwicklungsland?

    Natürlich ist es komisch, dass Sachen in Deutschland geschehen, die wir in der dritten Welt verschreien und hier ruhen lassen. Dennoch kannst du weder Misereor die Schuld an dem Missbrauch von Schutzbefohlenen geben, noch sind sie dafür zuständig, diese Verbrechen aufzuklären. Was du hier treibst hat den bitteren Beigeschmach der Hetze gegen eine Organisation, die dir nicht so bekannt ist, wie du es dir gedacht hast. Ich bin zwar auch keine Misereor – Jünger und auch nicht unbedingt gläubig (im kirchlichen Sinne), dennoch denke ich, dass du aufpassen musst, keine falschen Anschuldigungen gegen einen Verein zu erheben, der nichts mit dem oben genannten Thema am Hut hat.

    nen schönen Tag noch,
    Sebastian

    • borgdrone says:

      Hallo Sebastian

      In dem Artikel stelle ich die Öffentlichkeitsarbeit der katholischen Kirche (in diesem Falle Misereor) mit deren Handeln gegenüber. Dort den Widerspruch zu finden, sollte nun nicht schwer fallen.

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