Menschenhandel vor der Haustür

 

Erst vor wenigen Tagen haben Forscher der Universität Göttingen und der London School of Economics and Political Science (LSE) einen Index Ländern zur Messung staatlicher Maßnahmen gegen den Menschenhandel entwickelt.

Bislang fehlten vergleichbare landes- und regionenspezifische Statistiken zum Thema Menschenhandel, um Ansatzpunkte für die Verfolgung der Täter und den Schutz der Opfer zu finden. Die Forscher bewerteten die 177 Länder in drei Kategorien: Strafverfolgung, Vorbeugung von Menschenhandel und Schutz der Opfer.  goettinger-tageblatt.de

Interessant ist hierbei das Deutschland (Top) an erster Stelle steht und Haiti (Flop) ganz am Ende.

 

studie

Und plumps, in diesen Tagen sprengt die Polizei einen Menschenhändlerring, der Kinder aus Lateinamerika, zumeist aus Haiti, an einen Menschenhändlering in Berlin verkauft, der diese an zahlungswillige Pädophile verkauft hat. Morgenpost

Ebenso gab es vor einigen Tagen auch einen Fall vor dem Kölner Landgericht. Dort hatte ein 28 jähriger in einem Leverkusener Saunaclub eine damals 19-Jährige kennen gelernt, sie ihrem Ex-Zuhälter für 5000 Euro abgekauft und zur Prostitution gezwungen.

Schon am ersten Verhandlungstag hatte er sich mit der Staatsanwaltschaft und der Nebenklagevertreterin darauf geeinigt, dass sie alle mit einer Strafe von zwei Jahren auf Bewährung plus 5000 Euro Ausgleichszahlung an das Opfer leben könnten. Der Richter aber nicht.

Kurios: Selbst Staatsanwalt Stephan Bartz plädierte auf eine Gesamtstrafe von zwei Jahren auf Bewährung. Es sei „eine Sauerei, so ein Mädel anschaffen zu schicken“, dem Angeklagten sei aber positiv anzurechnen, dass er überwiegend geständig gewesen sei – „wenn auch etwas zögerlich“. Die Nebenklägerin betonte, das Opfer habe nach wie vor eine derart panische Angst, von dem Angeklagten gefunden zu werden, dass sie im Laufe der Ermittlungen bereits drei Mal umgezogen sei. Man habe ihr außerdem eine Aufnahme ins Zeugenschutzprogramm angeboten. rp-online

Wenn das also “Top” ist, was geht dann erst bei “Flop” ab?! Am Besten wirft man da mal einen Blick auf die Weltkarte, von wo wer oder was gehandelt wird.

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Ein Kommentar zu Menschenhandel vor der Haustür

  1. Daß der Menschenhandel in Deutschland
    immer mehr zunimmt, darf man sich nicht
    wundern, wenn die CDU/CSU seit Jahren(!)
    mit dem in 2003 rechtskräftig verurteilten
    Menschenhändler Friedman Wahlkampf
    macht.
    Bei Stoiber und Beckstein trat der auf und
    der ist ein besonderer Freund der Kanzlerin,
    die ihn `ihren Mischa´ nennt.

    „Noch Fragen Hauser?“
    „Nein Kienzle. Halt doch! Eine Frage hätte ich
    da noch. Merken die `Schwarzen´ denn nicht,
    daß sie seitdem systematisch untergehen
    und laufend massiv Stimmen verlieren?
    Sogar der Zentralrat der Juden in Deutschland
    hat sich von diesem Menschenhändler dann
    getrennt, aber bei CDU/CSU ist der immer
    noch der große Held!“

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